ELTERNgespräch

Hören was Eltern bewegt

Wenn ein Baby nicht glücklich macht – postpartale Depression

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Ein Kind zur Welt zur bringen und in den Armen zu halten, kann zu den schönsten Momenten des Lebens gehören. Den kleinen "Baby-Blues" danach kennt jeder, aber was ist, wenn er nicht aufhört? Oft trauen sich betroffene Mamas am Ende kaum mehr mit dem Kind allein zu bleiben oder aus dem Haus zu gehen. Dann kommen Psychologinnen wie Dr. Andrea Hocke ins Spiel: Im Gespräch mit Julia erzählt sie konkret, wie betroffene Mamas da wieder hinausfinden können. Weiterführende Informationen bekommt ihr auch bei Schatten&Licht e.V.

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Kommentare

Doris Lenhard
by Doris Lenhard on 13. September 2019
Liebe Frau Schmidt,Jortzig, liebe Frau Dr. Hocke .... Vielen Dank, ein so wichtiger Beitrag. Heute wird für Schwangere und ungeborene Babys der Druck enorm hoch. ... und liebe Frauen! Aus meinen Erfahrungen in der seelischen Schwangerschaftsbegleitung und intensiven Geburtsvorbereitung kann ich sagen, dass Frauen viel mehr "Machbarkeit" in ihrer Geburt zurückerlangen können, als ich hier gehört habe. Der Schlüssel hierfür ist die Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung, kurz Bindungsanalyse. Hier nimmt die Mutter einen tiefen inneren Kontakt zum Baby auf und beide führen innere Gespräche. Hierüber bekommen Frauen den Zugang zu ihrem tiefen intuitiven Wissen und das sich Hineinbegeben in körperliche und emotionale Prozesse, ohne dabei zu denken "Jetzt habe ich gar nichts mehr in der Hand". Denn genau das Gegenteil geschieht: Jetzt hat sie mit Ihrem Baby alles in der Hand, weil die beiden psychisch und physisch MITEINANDER in der Geburt arbeiten. Jede 5. Geburt wird heute eingeleitet. Das hat zur Folge, dass die natürliche Wehenarbeit oftmals gar nicht mehr möglich ist. Die Wehen können von jetzt auf gleich ohne Rytmus von Steigerung und Pausen so extrem schmerzhaft sein, dass nun eine Interventionskaskade mit PDA, Wehentropf und und beginnt. Das verändert die natürliche Ausschüttung der Glücklichmachhormone, die wir natürlicherweise hätten. Insofern halte ich eine Geburt mit Interventionen schon für einen Aspekt, der aus einem Babyblues eine Postpartale Depression machen kann. Die Ausprägung der PPD hängt sicherlich auch mit der Vorgeschichte zusammen, ob beispielsweise schon die eigene Mutter erkrankt gewesen ist. In Bonn begleite ich als Bindungsanalytikerin seit vier Jahren Schwangere. Frauen und Babys/Kleinkinder kommen mit Schrei- und Schlafproblemen nach belastenden/traumatischen Geburten in meine körperorientierte Krisenbegleitung. Mittlerweile kommen auch nichtschwangere Erwachsene zu mir, die ihre eigenen Erfahrungen aufarbeiten wollen, die sie vor, während und in den Tagen nach ihrer Geburt gemacht haben. Bindungsanalyse-KollegInnen und ich evaluieren unsere Erfahrungen. So ist die Kaiserschnittrate meiner Eltern unter 10 %, Notsectios gab es keine. Die "Bindungsanalyse-Babys" starten ihre Geburt um den ET, so dass Geburtseinleitungen so gut wie unnötig gewesen waren (4 von 71 Geburten). Während der Geburt können wir Frauen in einem so tiefen inneren Kontakt mit unserem Körper und einer tiefen Ver-Bindung mit dem Baby sein, dass wir Signale des Babys deuten können und erkennen, dass es lieber mit Kaiserschnitt geboren werden will, weil es nur so gesund auf die Welt kommen kann. Dies sind auch die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, die besagen, dass Kaiserschnitte in 10 - 15 % medizinisch notwendig sind. Fehlstellungen des Kindes, Geburtsverzögerungen, Wehenschwäche, Geburtsstillstand liegen psychische Prozesse zwischen der Mutter und dem Kind zugrunde, die oftmals transgenerational bis in die Urgroßeltern-Generation zurückreichen. Wenn Beispielsweise die eigene Mutter mehrere Fehlgeburten hatte, bevor sie die werdende Mutter ausgetragen hat. Wenn die Geburt der heute Schwangeren mehrere Wochen vor ET eingeleitet worden ist, um die starken Ängste der Großmutter zu nehmen und das Risiko auf Null zu setzen, dass dem Kind in den letzten drei wochen der Schwangerschaft noch etwas passiert. Wenn die Schwangere selber dann mit Kristelergriff, Saugglocke oder Kaiserschnitt geboren worden ist. Gleiches erfahren wir bei Komplikationen in der Schwangerschaft. Aktuell ist eine Frau in ihrer vierten Schwangerschaft bei mir. Ihr zweites Kind starb kurz nach der Geburt. In der jetzigen Schwangerschaft ist alles gut, allerdings hatte sie eine Plazenta Previa Totalis, dieses Kind muss mit Kaiserschnitt geboren werden. Weshalb die Schwangere teilweise auch richtig wütend gewesen ist. In der Bindungsanalyse-Babystunde hat sie eine "Eigenschaft" von ihr entdeckt, die im Zusammenhang steht mit einer furchtbaren traumatischen Erfahrung ihrer Mutter. Seitdem haben die Frauen eine bestimmte Art und Weise mit "schlimmen" Gefühlen umzugehen. Zudem hat die Schwangere nun aus ihrer eigenen pränatalen Zeit ein belastendes Gefühl gespürt. Daran haben wir gearbeitet. Heute war sie - eine Woche später - hier. Ihre Pränatalärztin hatte ihr gesagt, dass sie keine Plazenta Previa totalis mehr habe. Die Plazenta ist gewandert. Jetzt liegt die Plazenta nur noch ein wenig über dem Muttermund, ist eine Plazenta Previa marginalis. Noch 8 Wochen Zeit hat die Gebärmutter und alle Chancen sind nun wieder offen für eine natürliche Geburt. Am Ende der Sitzung erfuhr ich, dass ihre letzte Geburt mit drei Stunden für sie zu schnell gewesen war. Sie hätte gerne jeden Moment der Geburt bewusster erlebt. Ein weitere seelischer Aspekt für einen pränatalpsychologischen Zusammenhang für eine Plazenta Previa Totalis. Für alle Hörerinnen, die Kontaktadressen finden möchten hinterlasse ich gerne meine: www.fachpraxis-doris-lenhard.de Herzliche Grüße, Doris Lenhard
Birgit
by Birgit on 13. September 2019
Ein super Postcast der alles super auf den Punkt bringt. Tolle Tipps gibt ... Danke
Nafisa
by Nafisa on 14. Februar 2019
Wäre schön, wenn man diese Audios, zumindest zusammen gefasst , schriftlich hätte.. da ich zum Beispiel nur online sein kann, während ich mein Kind zum schlafen bringe, kann ich sie nicht hören :( sehr schade...
Nora
by Nora on 14. Februar 2019
Oh Ja! Ich kann in allem nur zustimmen! Jetzt bei meiner zweiten Geburt suche ich mir Bewusst früher Hilfe und habe tollerweise eine Liebevolle Hebamme und einen Termin bei Frau hocke. Einen Riesen Respekt an alle Betroffenen !

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